Trinkwasser ist für jeden von uns eine Selbstverständlichkeit - ein Gut, dessen Nutzung mühelos erscheint.
Hinter diesem Anschein von vermeintlicher Leichtigkeit, steckt jedoch sehr viel tägliche Mühe, Anstrengung und finanzieller Aufwand.
So wie die Nutzung für unsere Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit ist, so ist es das Selbstverständnis der Wasserwerke Sonneberg jederzeit qualitativ hochwertiges Trinkwasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen.
Dabei ist es stets der Anspruch, auch die Belange der zukünftigen Generationen in die Überlegungen einzubeziehen, genauso wie die übernommene Infrastruktur möglichst lange nutzen zu können.

von links: Herr Kummer, Herr Kurtz (ehem. Verbandsvorsitzender des WAZ Sonneberg), Herr Hubner (Werkleiter Wasserwerke Sonneberg)
„Sauberes Trinkwasser gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und ist Grundlage für Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung. Der Neubau der TWA Heubisch sendet deshalb ein wichtiges Signal: Die Region investiert in eine sichere, moderne und krisenfeste Wasserversorgung für kommende Generationen. Gerade in Zeiten, in denen Wasser als Ressource nicht mehr selbstverständlich ist, sind solche Investitionen langfristig sinnvoll und unverzichtbar.“
[Thilo Kummer - Thüringer Umweltminister]
Trinkwasserversorgung wird immer anspruchsvoller: Grundwasservorkommen gehen zurück, anthropogene Einflüsse wie PFAS oder Nitrat nehmen zu und belasten die Rohwasserqualität, die demografische Entwicklung führt zu einem Fachkräftemangel. Neue Risiken, wie Black-out und Cyberangriffe sind Gefahren für die Versorgungssicherheit. Steigende Energiepreise sorgen für höhere Betriebskosten.
Die neue Trinkwasseraufbereitungsanlage (kurz TWA) Heubisch ist eine Antwort auf diese Herausforderungen.
Moderne Aufbereitungstechnologien ergeben eine hohe Trinkwasserqualität, bei gleichzeitig geringerem Personaleinsatz. Ein Notstromstromaggregat sichert auch bei einem Stromausfall bis zu 72h für die Bevölkerung von Heubisch und Mupperg die Wasserversorgung. Das ist deshalb besonders wichtig, da es für Heubisch und Mupperg keinen Hochbehälter als Speicher gibt und sich hier ein Stromausfall unmittelbar auswirkt.
Durch eine PV-Anlage wird zukünftig bis zu 25% des jährlichen Strombedarfes selbst erzeugt und die Empfindlichkeit gegen Strompreisentwicklungen verringert.
Technische Daten
- Aufbereitungskapazität: 500 m³/d (erweiterbar auf 100 m³/d)
- ph-Wert-Anhebung zum sog. Kalkkohlensäure-Gleichgewicht
- Hygienisierung mittels UV-Strahlen
- 2 x 100 m³ große Reinwasserspeicher
- zwei Pumpstaffeln in die Ortsteile Heubisch u. Mupperg und in das Industriegebiet Süd
Baubeginn: 05.03.2026
Bauende: 30.06.2027
Ingenieurbüro
Hoffmann.Seifert.Partner architekten ingenieure
Auftragssummen
Los “Bau”: 1,16 Mio. €
Los “Technische Ausrüstung”: 1,36 Mio. €
Los “Elektro-, Steuerungs- und Regeltechnik” - Eigenregie der Mitarbeiter WWS
Gesamtbudget: 4,15 Mio €